Percussion meets Identity – Percussion ganz im Augenblick

 

Eine interessante Woche liegt hinter mir. Ich durfte als Dozentin für authentische Bühnenperformance eine Woche lang im Rahmen der „Percussion meets Identity“ – Academy Ulrike Stadler mit jungen Percussionistinnen in der CMA Ossiach arbeiten.

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Das gesamte DozentInnenteam bestand aus der Leiterin Ulrike Stadler, David Friedman, Norbert Rabanser und Arend Weitzel.

 

 

 

Für Persönlichkeitsentwicklung und Mentoring zuständig waren Heidemarie Zusner und Petra Gründl.

In parallel laufenden Workshops wurden die jungen MusikerInnen von den DozentInnen in unterschiedlichsten Bereichen der Percussion geschult, gleichzeitig erhielten Sie Gruppen- als auch Einzeltrainings im Persönlichkeitsbereich.

Meine Aufgabe war es, den jungen Leuten Wege zu zeigen, wie man mit Freude und angstfrei das Spiel auf der Bühne genießen kann. Nicht nur  Bühnenregeln spielten da eine Rolle, sondern vor allem die Tatsache, mit welcher Einstellung und vor allem mit wie viel Körperspannung ich die Bühne betrete. Die wenigsten wissen, dass sich Spannungen im Körper, die wir auch im Alltag mit uns tragen, sehr wohl auf das freie Musizieren auswirken. Und wie?

Deshalb gab es während der Arbeit viele „Aha-Erlebnisse“, als sich die hochgezogenen Schultern plötzlich  entspannten, und das nur durch  optimalen Bodenkontakt . Lampenfieber, das sich durch Füße- und Kopfwackeln, Nervosität, Gesichtszucken äußerte, löste sich auf. Dies wirkte sich nicht nur mental und körperlich positiv aus, ganz besonders spannend war, wie sehr sich die musikalischen Möglichkeiten erweiterten. Ich zeigte den MusikerInnen, wie sie ganz im Moment sein können durch eine gute Erdung und Aufrichtung und wie sie ihr Selbstvertrauen stärken können.

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Das Schöne daran war, dass wirklich alle PercussionistInnen im Schlusskonzert ihre wiederentdeckten Ressourcen bewusst einsetzten und so im Ensemble oder auch im Solovortrag ganz bei sich waren. Die jungen Leute waren mit jedem Takt, den sie spielten, direkt verbunden.

Sie waren Musik.

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Das höchst abwechslungsreiche und professionelle Schlusskonzert, geleitet von Ulrike Stadler am Freitag war ein Genuss. Die 22 MusikerInnen aus Österreich, Deutschland, Slowenien, Italien, Korea……..überstrahlten den wunderbaren Alban Berg Saal mit Ihrem Talent und ihrer Lust, zu musizieren und beeindruckten das Publikum und das sichtlich stolze Dozententeam mit Ihrer Präsenz…………..Dank an alle, die daran beteiligt waren. Besonderen Dank aber an die jungen PercussionistInnen und der Dozentin und Percussionistin Ulrike Stadler. Nächstes Jahr geht’s weiter.

(Andrea Latritsch-Karlbauer mit David Friedman/Vibrafon)

Fotos: R. Latritsch