Alterslos Hörspiel ist echt alterslos

Im Jahr 2005 beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Alter und ich hatte auch einen äußerst feinfühligen Gesprächspartner, der mich sehr für die entstandene Bus-Performance  „Alterslos“ inspirierte. Es war mein 104 Jahre alter Großonkel Willi, der viel zu erzählen hatte. In zahlreichen Interviews erzählte er über sein Leben und seine Ansichten. Er war überaus beweglich im Geist und machte auch bis zum Schluss seine täglichen Spaziergänge. Mein Bruder Klaus Karlbauer, Komponist, Filmemacher und Multimediakünstler schnitt aus den Interviews ein 10 minütiges Hörspiel. Nun berichtete die Zeitung Augustin darüber. Augustin_Ohrwurm_Karlb

Sie können das Hörspiel hier  anhören.

Viel Spaß

AnLaKa

projekt stadtSALON – stadt(t)raum/platz da! – regie: andrea latritsch-karlbauer

Donnerstag, 16. Juni 2011/ 17.00, 18.00, 19.00 Uhr/neuer platz, klagenfurt

Die Zeit ist ein leerer Raum

Räume füllen sich mit Leben, sobald ein atmendes Wesen den Raum, den Ort , den Platz betritt. Emotionen verändern örtliche Strukturen, menschliche Haltungen und Positionen.
Der neue Platz verändert sich, wie zufällig in einen Tatort der Begegnungen. Junge Menschen betreten den Platz und positionieren sich. Die Umwelt reagiert. Aktion und Reaktion, Emotion und Reaktion, Zeitverschiebung durch Zeitlupe und Alltägliches wird zum Fremden.
Das Fremde am Platz, das Verbindende, das Herzliche, der Mensch in all seinen Facetten macht den Neuen Platz zum Ort der Begegnung, füllt die Leere mit kleinen Geschichten und zeigt, dass jede noch so kleine Veränderung, ausgehend von einer kleinen Gruppe von jungen Leuten große Veränderungen in der Umgebung nach sich ziehen.

eine aktion des ausbildungsschwerpunktes kulturtouristik der WI’MO klagenfurt
in partnerschaft mit kulturraum klagenfurt

stadt(t)raum/platz da!
projektleitung: roxanne rohsmann, brigitte magnes/WI’MO

„jede gesellschaftliche aktivität ist erwünscht, wenn sie keine verhüttelung mit sich bringt.“ (boris podrecca)

stadt/traum/platz da! machen sie sich auf den weg. bewegen sie sich hin zum neuen platz und finden sie sich ein. suchen sie sich platz auf dem platz. versteinern sie nicht. bewegen sie sich und werden sie teil der performance.

Fruchtbare Verquickung aus Kunst und Training im BFI Kärnten

Ich arbeite seit vielen Jahren mit dem BFI Kärnten, einerseits als Haltungstrainerin für die MitarbeiterInnen und Führungskräfte, andrerseits als Moderatorin und Regisseurin  im Rahmen des Gesundheitsprojektes „xund&gscheit“ zusammen. Die Verknüpfung von Kunst und Training im Unternehmen hat sich in vielen Fällen  als sehr kreativ, effizient und nachhaltig erwiesen. Anbei ein Statement des Geschäftsführers des BFI Kärnten, Herrn Ing. Kurt Lasnig zu unserer Kooperation.

„Wie unser Unternehmen ist auch Frau Latritsch- Karlbauer nicht mit „normalen“ Maßstäben zu messen. Dieses anders, „positiver“ zu sein, fiel mir bei Ihren ungemein sensiblen und gesellschaftspolitisch- menschlichen Theaterperformances, die Sie lange vor unserer „gemeinsamen“ Zeit erdachte, erarbeitete und ungemein erfolgreich und öffentlich beachtet, inszenierte, auf. Nachdem es ja im Leben keine Zufälle gibt (man glaubt halt daran), wurden die Mitarbeiter des BFI- Kärnten und Frau Latritsch- Karlbauer zusammengeführt und in Gespräche verwoben die das gemeinsame Tun als sinnvoll erscheinen ließen.
Frau Latritsch hat uns mit ihren Seminaren und bei großen Veränderungsprozessen begleitet und mit Ihrem besonderen Einfühlungsvermögen dazu beigetragen, dass die Kommunikation im Unternehmen freier und wertschätzender geworden ist. Wir freuen uns schon auf weitere gemeinsame und aus den „schrägen“ Blickwinkeln unserer Partnerin betrachtete Schulungen, Seminare und Projekte.“

Ing. Kurt Lasnig
Geschäftsführer
Kärntner Berufsförderungsinstitut

Alterslos – Interview mit einem 104-Jährigen

Hörprobe aus der Performance „Alterslos“ von Andrea Latritsch-Karlbauer

„Alterslos – More than a century“ Soundtrack von Klaus Karlbauer « Klaus Karlbauer – Multimedia Artist

Dieser Soundtrack wurde aus Interviews, die ich mit dem 104-jährigen Wilhelm Jaklitsch geführt habe, vom Künstler Klaus Karlbauer kompositorisch bearbeitet und in eine Soundcollage gebettet. Dies wurde im Rahmen der Busperformance „Alterslos“ präsentiert  und verlangt danach, wieder gehört zu werden. Hören Sie zu und genießen Sie eine Collage , gespannt über 104 Jahre mit Originalstimmen von Kaiser Franz Josef, Kaiser Karl, Marlene Dietrich, Einstein………….etc…………..Dies ist ein Zeitdokument. Weiteres zum Projekt finden Sie hier unter Performance „Alterslos“. Dauer: 10 Minuten

AnLaKa

Eine beschirmte Andersschau – Rezension zu „In Augenhöhe begegnen“ (KTZ)

Minimalistische Momentaufnahmen einer bewegenden Innenschau als Kontrast zur Fülle von öffentlichen Wahrnehmungen oder anders angedacht: „Gibt es Unterschiede?“. Eine Antwort, die es anlässlich des Aktionstages von „pro mente“ zu reflektieren galt. Wer sich bei der Theaterperformance „Begegnung auf Augenhöhe“ zurücklehnen und an sprachlichen Stereotypen ergötzen wollte, war fehl im Publikum. Das Stück mit elf Klienten von „pro mente“ im Villacher ATRIO lebte aus der Aktion, aus Bewegung. Elf „beschirmte“ und couragierte Darsteller ermöglichten es in kurzer Zeit, beeindruckend die Gedanken von Menschen mit psychischen und sozialen Problemen sichtbar zu machen, nicht zu zerreden. Immer „auf Augenhöhe“, denn es ist die Sprache, die dividiert und Grenzen setzt. Nicht so in der Inszenierung von Andrea Latritsch-Karlbauer: Hier regierten Gestik, Mimik und Musik als stimmige Trias, die dort Gleichwertigkeit akzentuiert, wo Worte versagen. Skizzenhafte Einspielungen, Auszüge aus Interviews stimmten als bedrückende Begleitung einer in Szene gesetzten Wirklichkeit nachdenklich. Was bleibt? Der Blick auf Zukunft auf Augenhöhe – jenseits aller Unterschiede. (Gudrun Tengg)

Auf Augenhöhe – Abschlussperformance – Unsichtbare Schirmaktion

stefanspiegelVor einer Woche fand die Theaterperformance mit den DarstellerInnen von pro mente kärnten im Villacher Einkaufszentrum ATRIO statt. Die 4 Aufführungen, die am 2. Oktober von 14 – 17 Uhr stündlich dargeboten wurden, waren ein voller Erfolg. Es ist uns gelungen, mit der sehr berührenden musikalisch-choreographischen Intervention, inmitten des Einkaufsgewühls eine intensive Aufmerksamkeit zu schaffen. Kunden beobachteten mit großem Interesse aus allen Stockwerken die Performance. Wir hatten am Ende des Stücks eine unsichtbare Theateraktion eingebaut, wo ca. 30-50 Personen aus der Bevölkerung mit Regenschirmen mitwirkten, aus Solidarität für Chancengleichheit und Toleranz. Das Schöne daran war, dass unbeteiligte Zuschauer nach der ersten Performance Schirme kauften und dann ebenfalls freiwillig an weiteren Aufführungen teilnahmen. Insgesamt war es eine schöne Geschichte mit hochmotivierten DarstellerInnen, die selbstbewusst ihre Rollen spielten und großen Spaß dabei hatten. Danke an alle Beteiligten.